Während die Deutschen schon in der Gesamtheit traditionell börsenscheu sind und damit viel
potenzielle Rendite liegen lassen, gilt das erst recht für die Bundesbürgerinnen. Sie engagieren
sich deutlich seltener als Männer an den Kapitalmärkten, worin einer der Gründe für ihr höheres
Altersarmutsrisiko besteht.

Jüngste Zahlen des Deutschen Aktieninstituts machen jedoch Hoffnung: 2025 waren demnach
24 Prozent mehr Frauen in Aktien (inklusive Fonds und ETFs) investiert als im Vorjahr; bei den
Männern betrug der Zuwachs 12 Prozent. Damit sind nunmehr rund 5,4 Millionen Frauen im
Besitz von Aktien – die Lücke zu den aktuell 8,7 Millionen männlichen Aktienanlegern hat sich
ein wenig geschlossen, nachdem sie sich 2024 noch vergrößert hatte.

Für einen kontinuierlichen Anstieg der Aktionärszahlen sorgen insbesondere jüngere Menschen.
Von den unter 40-Jährigen investiert mittlerweile jeder zweite regelmäßig in ETFs oder aktive
Aktienfonds. „Der gesellschaftliche Rückenwind für die Aktie ist so stark wie nie“, freut sich
Henriette Peucker, Geschäftsführende Vorständin des Deutschen Aktieninstituts. „Die Menschen
in Deutschland haben erkannt, dass für gute Langfristerträge kein Weg an der Aktie vorbeiführt.“

Für mich als Frau in der Finanzbranche ist dies ein gutes Zeichen. Ich freue mich auf noch mehr Menschen, die erkennen, dass Geld nicht nur unser Gehalt ist und für den Konsum erwirtschaftet wird. Sparen bedeutet eben nicht mehr sparen, sondern das Geld für uns arbeiten zu lassen. Und hier bin ich besonders glücklich, dass gerade Personen, die sich dem weiblichen Geschlechtes zuordnen, auch noch das richtige Bauchgefühl hierfür aufweisen zu scheinen.